Nil Berke
Nil Berke wurde 1937 in Istanbul geboren, wo sie eine behütete Kindheit verlebte. Die meisten Jahre ihrer Schulzeit bis zum Abitur wohnte sie mit ihren Eltern in Ankara. Dort begann sie ein Physikstudium, das sie aber relativ schnell abbrach, um in Braunschweig Architektur zu studieren. Die Autorin wurde Diplom-Ingenieurin und arbeitete anschließend über ein Jahrzehnt als Architektin, bevor sie Lehrerin an einer Berufsschule in Hannover wurde. 33 Jahre lang erteilte Nil Berke zudem Türkisch-Unterricht an der Volkshochschule – hierfür gab sie sogar ein eigenes Lehrbuch heraus. Kaum im Ruhestand studierte die Autorin Religions- und Politikwissenschaft und schloss das Studium mit dem Titel der Magistra Artium (M.A.) ab. Unmittelbar danach begann sie, das Buch „Meine Mutter Selma“ zu schreiben.
Meine Mutter Selma
Biografie
404 Seiten • Hardcover • EUR 24,90
ISBN 978-3-8280-3411-2
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LESERSTIMME zu „Meine Mutter Selma“:
Für mich stellt das Werk eine um die Freundes- und Bekanntenkreise erweiterte Familienchronik dar, in deren Mittelpunkt die Mutter Selma steht. Die Ehrerbietung der Autorin ihrer Mutter gegenüber durchzieht das gesamte Buch. Der Leser wird in die Familiensituation sowie den umfangreichen Freundes- und Bekanntenkreis einbezogen und entwickelt nach und nach eine Sympathie gegenüber der bemerkenswerten Titelfigur.
Die dargestellten Abbildungen runden die geschilderten Geschehnisse in geeigneter Weise ab.
Unverkennbar ist das Bestreben durch Bildung Anerkennung und sozialen Aufstieg zu gewinnen. Eine Parallele zum Bildungsbürgertum in Mitteleuropa ist erkennbar.
Neben den familiären Ereignissen bietet das Werk aber auch Einblicke in den politisch positiven Wandel der Türkei im 20. Jahrhundert. Es ist insoweit ein weiteres typisches Beispiel für die vergleichsweise raschen Veränderungen eines Staates nicht nur in politischer sondern auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Solche Entwicklungen sind sowohl in positiver als auch in negativer Art weltweit festzustellen. Ein Vergleich mit der aktuellen Veränderung der Türkei ist naheliegend.
